Global Clinical Case Contest 2016-2017: Beste Fallstudie gewählt

Es war traditionell die grösste fachübergreifende dentale Zusammenkunft des Jahres in Europa – mit einem ganz besonderen Wettbewerb für angehende Zahnärztinnen und Zahnärzte: der bekannte CED-IADR/NOF Oral Health Research Congress, diesmal in Wien (Österreich) vom 21. bis zum 23. September 2017. Inmitten der zahlreichen Veranstaltungen mit Koryphäen der Zahnheilkunde stach ein extra Highlight für angehende Zahnärzte hervor. Es handelte sich hierbei um die Abstimmung durch das Fachpublikum zur 12. Austragung des Fallstudien-Wettbewerbs „Global Clinical Case Contest 2016‑2017“. Dazu bewerteten die Besucher am Stand des Veranstalters Dentsply Sirona Restorative drei Posterpräsentationen und wählten ihren Favoriten-Fall. An die Spitze schaffte es dabei eine Arbeit von Paul Drehmann von der Universität Würzburg (Abb. 1).

Abb. 1: Erst von einer hochkarätigen Jury in Konstanz zum Sieger gekürt, jetzt vom Kongresspublikum in Wien zum Besten gewählt: Paul Drehmann, hier flankiert von seinen Mitstreiterinnen Anouk Vanloy (2.v.l.) und Maria Rosaria Ferraro (l.) sowie von Linda Bohlig (r.) und Dr. Constanze Bösel (M.), Dentsply Sirona. – Foto: Dentsply Sirona

Schon am Montag, 26. Juni 2017, hatten Paul Drehmann von der Universität Würzburg und seine Mitstreiterinnen Anouk Vanloy von der Universität Leuven (Belgien) und Maria Rosaria Ferraro von der Universität Siena (Italien) sich zusammen mit insgesamt neunzehn Wettbewerbs­teilnehmern in Konstanz dem Urteil einer dreiköpfigen Jury gestellt (Abb. 2). Indem sie sich hier an die Spitze setzten, qualifizierten sie sich für die Abstimmung durch das Fachpublikum (Abb. 3). Für alle Teilnehmer war die intensive Zeit in Konstanz mit zügig aufeinanderfolgenden Fallpräsentationen, mit einem schönen Rahmenprogramm und vor allem mit regem Gedankenaustausch ein besonderes Erlebnis.

Abb. 2: Im ersten Schritt gewann Paul Drehmann beim Wettbewerb mit 18 weiteren Teilnehmern den Global Clinical Case Contest in Konstanz, wobei eine hochkarätige Jury die Entscheidung traf. – Foto: Dentsply Sirona
Abb. 3: Über den Sieg beim Global Clinical Case Contest 2016-2017 freuten sich mit Paul Drehmann Anouk Vanloy (links, „Silber“) und Maria Rosaria Ferraro („Bronze“) zunächst in Konstanz – und jetzt auch in Wien. – Foto: Dentsply Sirona

Nun konnten die drei Finalisten ihre Wettbewerbsbeiträge in Form von Postern einem breiten Fachpublikum zugänglich machen, und zwar am Stand von Dentsply Sirona Restorative auf dem CED-IADR/NOF Oral Health Research Congress in Wien (Österreich), 21. bis 23. September 2017. Die Besucher wählten dort ihren Favoriten-Fall und bescherten ihrem „Publikums-Liebling“ nochmals einen attraktiven Sachpreis.

Doppelsieg mit einer minimalinvasiven Behandlungsstrategie

Paul Drehmann zeigte in seinem Sieger-Fall, wie eine restaurative Behandlung nach parodontologischer Rehabilitation nach neuestem Stand der Technik aussehen kann (Abb. 4, 5). Ein wesentliches Ziel bestand in einer ästhetisch hochwertigen Versorgung, wobei diese mit einem minimalinvasiven Vorgehen erreicht werden sollte. So fiel die Entscheidung nach dem Beratungsgespräch gegen vollkeramische Veneers oder Kronen und für eine direkte Kompositversorgung.

Abb. 4, 5: Der Sieger-Fall in der Vorher-nachher-Ansicht: Paul Drehmann zeigte, wie eine restaurative Behandlung nach parodontologischer Rehabilitation nach neuestem Stand der Technik aussehen kann – minimalinvasives Vorgehen, Komposit statt vollkeramische Veneers oder Kronen, ästhetisches Ergebnis. – Fotos: Drehmann

Daneben erwies sich auf dem Kongress eine Vortragsveranstaltung von Dentsply Sirona am Donnerstagnachmittag, 21. September 2017, als fachlich herausragend relevant – Titel: „Cementing or bonding indirect restorations”. Als Referenten beteiligten sich daran Priv.-Doz. Anna-Katrin Lührs von der Universität Hannover, Prof. DDr. Andreas Schedle von der Universität Wien, aktuell Präsident der CED-IADR (kontinentaleuropäische Abteilung der International Association for Dental Research), und Prof. Dr. Thomas Attin von der Universität Zürich. Letzterer wies unter anderem darauf hin, wie sich direkte Restaurationen in immer mehr Indikationen als Alternative zu indirekten Verfahren anbieten.

Auf ein Neues im nächsten Jahr

Der Global Clinical Case Contest wird in der Saison 2017/2018 fortgeführt. Wieder können sich angehende Zahnärzte bewerben und so vielleicht schon mit einem ihrer ersten Patientenfälle internationale Lorbeeren ernten. Wer sich näher dafür interessiert bzw. selbst teilnehmen möchte, wendet sich an die lokale Dentsply Sirona Organisation bzw. informiert sich im Internet unter www.dentsplysirona.com/gccc